Schulgeschichte

Chronik
Die Anfänge (1963–1964)

Im Sommer 1963 begann der Bau unserer Schule am Heideweg in Hennigsdorf. Trotz eines langen und harten Winters, der die Bauarbeiten erschwerte, konnte das Gebäude bereits am 28. August 1964 an die Stadt übergeben werden.


An der Errichtung beteiligte sich die ganze Stadt: Betriebe wie LEW und SWWF halfen mit Material und Technik, die Bevölkerung organisierte Spendenaktionen, und sogar das Lehrerkollegium legte beim Reinigen und Einrichten selbst Hand an.


Die Namensgebung (1964)

Am 28. März 1964 erhielt die Schule offiziell den Namen „Albert-Schweitzer-Oberschule“. Albert Schweitzer selbst schrieb aus Lambarene (Gabun) einen Brief, in dem er sich über die Namenswahl freute und der jungen Schule seine besten Wünsche übermittelte:

„Möge in dieser Schule ein guter Geist walten, der die Schüler bereitet, 
 tüchtige und gütige Menschen zu werden.“

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Die ersten Jahre (1964–1966)

Zum Schuljahresbeginn am 1. September 1964 zogen die ersten 17 Klassen in das neue Gebäude ein. Schon bald musste erweitert werden: Eine Turnhalle, ein Werkraum und ein Sportplatz kamen hinzu.


Bereits im Schuljahr 1965/66 war die Albert-Schweitzer-Oberschule mit 23 Klassen überbelegt – ein deutliches Zeichen für ihren Erfolg und die große Nachfrage.


Schulalltag in den 1960er Jahren

Die Albert-Schweitzer-Oberschule war in den 1960er Jahren nicht nur ein Ort des Lernens, sondern auch des gesellschaftlichen Engagements. Die Schüler beteiligten sich an Sammelaktionen, Kulturaustauschen und Arbeiterfestspielen

 

Besonders stolz war man auf den internationalen Austausch: 1966 besuchten Delegationen aus der UdSSR, CSSR und Frankreich die Schule.

 

 

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Seit ihrer Gründung in den 1960er Jahren ist die Albert-Schweitzer-Schule ein Ort des Lernens, der Begegnung und des Engagements.

 

Der Geist Albert Schweitzers – „Ehrfurcht vor dem Leben“ – prägt unsere Gemeinschaft bis heute.


Die 1980er Jahre – Begegnung, Engagement und Gemeinschaft

In den 1980er Jahren war die Albert-Schweitzer-Oberschule ein lebendiger Ort des Lernens und kulturellen Austauschs. Internationale Begegnungen prägten diese Zeit: Delegationen aus Polen, Syrien, Finnland, der Sowjetunion, Ungarn und der CSSR besuchten Hennigsdorf. 

 

Besonders enge Verbindungen bestanden zur Partnerstadt Choisy-le-Roi (Frankreich) und zu Kralupy (CSSR) – Freundschaften, die regelmäßig durch Schüleraustausche und gemeinsame Projekte gepflegt wurden.

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Lehrkräfte engagierten sich stark in Weiterbildung und Kulturarbeit – etwa bei Exkursionen nach Weimar oder nach Berlin, wo sie das Brecht-Haus besuchten.


Der Schulalltag war von Gemeinschaftsgeist geprägt: Fasching, Lehrertag und Weihnachtsfeier gehörten zu den jährlichen Höhepunkten, und auch der Frauentag wurde mit Programmen der Schüler feierlich begangen.


Zum 20-jährigen Schuljubiläum 1984 blickte man stolz auf das Erreichte zurück:

„Bei uns herrscht ein guter Geist; es wird im Sinne 
 des Humanismus erzogen und in bester Qualität unterrichtet.“

Die Schule galt als beispielgebend für die Bildungsarbeit in der DDR und pflegte bis zuletzt eine Kultur der Solidarität, Diskussion und Weiterbildung.

 

 

 

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Die 1990er Jahre – Neubeginn nach der Wende

Die politischen Veränderungen nach 1989 brachten auch für die Albert-Schweitzer-Schule eine Zeit des Umbruchs. Neue Lehrpläne, neue Unterrichtsformen und eine veränderte Schülerstruktur stellten das Kollegium vor große Herausforderungen, boten aber auch viele Chancen zur Neugestaltung.

 

Die Jahrgänge der frühen 1990er Jahre spiegeln diese Übergangszeit wider und 

stehen exemplarisch für eine Generation, die zwischen Tradition und Neuanfang aufwuchs. Das Schulleben blieb geprägt von Gemeinschaft, Engagement und der Verbindung zu Albert Schweitzers humanistischen Idealen.

 

Mit viel Einsatz gelang es, Bewährtes zu bewahren und gleichzeitig die Schule an die neuen Bedingungen im wiedervereinigten Deutschland anzupassen.

 

Fortsetzung folgt !